Baby- und Kinderhaut

Die Haut ist unser größtes Organ und gleichzeitig eines der Wichtigsten. Unsere Haut dient als Sensor- und Schutzzentrale, so nehmen wir Berührung, Schmerz und Druck wahr und gleichzeitig ist sie eine wirkungsvolle Barriere, die Fremdstoffe wie zum Beispiel krankheitserregende Bakterien, Viren oder Pilze, chemische Substanzen und Allergene daran hindert, in den Körper einzudringen.

Aufbau der Haut

Die Haut wird aus drei Schichten, die verschiedene Funktionen haben, gebildet:
Der Unterhaut (Subcutis), Lederhaut (Dermis) und Oberhaut (Epidermis).

Subcutis

Die Unterhaut (Subcutis) setzt sich hauptsächlich aus Fettgewebe zusammen. Sie dient der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und als eine Art Dämpfer, der die inneren Organe vor Druck und Stößen schützt. Die darüber liegende Lederhaut (Dermis) bildet durch ihre verschiedenen Bindegewebsfasern eine elastische Schicht.

Epidermis

Die darüber liegende Schicht, die Oberhaut (Epidermis) stellt eine Schutzhülle dar. Sie besteht wiederum aus mehreren Schichten. Es werden regelmäßig neue Hautzellen gebildet, welche nach und nach an die Oberfläche geschoben werden, währenddessen verhornen die Hautzellen, daher wird die obere Schicht als Hornschicht bezeichnet. Sie ist ähnlich wie eine Mauer aufgebaut, in der die geschichteten Hornzellen durch Hornfette (epidermale Lipide) zusammengehalten werden. Die Hornschicht wiederum wird durch einen dünnen Wasser- Fett- Film überzogen, den sogenannten Säuremantel, dieser setzt sich aus Talg, Schweiß und Bestandteilen der Hornzellen zusammen. Die Hornschicht und der Säuremantel bilden die schützende Hautbarriere, die vor schädlichen Keimen, wie z.B. Bakterien oder Pilzen schützt und den Feuchtigkeitshaushalt reguliert.

Aufbau und Besonderheiten zarter Babyhaut

Der strukturelle Aufbau von Baby-und Erwachsenenhaut ist zwar gleich, jedoch ist die Haut eines Babys noch nicht voll entwickelt und kann bis zu fünf Mal dünner sein als die Haut eines Erwachsenen. Die wichtige Barrierefunktion der Haut ist im Babyalter keineswegs vollständig ausgeprägt, wodurch ein erhöhtes Risiko für das Eindringen von Kontaktstoffen besteht. Da auch Talg-und Schweißdrüsen noch nicht ihren vollen Funktionsumfang erreicht haben, neigt die Babyhaut zur Austrocknung und ist schneller gereizt und gerötet. Besonders anfällig ist die junge Haut bei Kälte, Wind, trockener Luft oder dem Einfluss von UV-Strahlung.

Gut geschützt bei jedem Wetter!

Hauptmechanismen müssen sich entwickeln

Babyhaut nimmt schneller Feuchtigkeit auf als Erwachsenenhaut. Durch den noch nicht ausgereiften Lipidfilm wird diese aber auch sehr schnell wieder nach außen abgegeben. Durch einen schnellen Feuchtigkeitsverlust, trocknet die Haut aus und es kann zu Hautirritationen kommen. Das Fettgewebe der Unterhaut, das als Temperaturisolierung dient, ist ebenfalls noch nicht ausgebildet. Somit können Babys schnell auskühlen oder überhitzen.

UV-Schutz ist unerlässlich

Außerdem bildet Babyhaut nur sehr gering Melanin, bzw. braune Farbpigmente und hat keinen natürlichen UV-Schutz, daher reagiert sie sehr empfindlich auf UV- Strahlung und sollte niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und erst langsam an die Sonne gewöhnt werden. Zudem sollten Babys und Kinder ganzjährig durch schützende Kleidung (Mütze, Schal, Handschuhe) vor UV- Strahlung, Hitze sowie vor Wind, Nässe und Kälte geschützt werden.

Wie kann man Babyhaut frühzeitig richtig pflegen?

Es sollten ausschließlich Produkte verwendet werden, die speziell für die Bedürfnisse empfindlicher Baby- und Kinderhaut entwickelt wurden. Hierbei sollte auf möglichst schonende Inhaltsstoffe geachtet werden, die die Haut mit Fetten und Feuchtigkeit ausreichend versorgen.